Wildschweine

Auch wenn ich aktuell in den ersten Dezembertagen nichts mehr von Wildschwein’besuchen’ in Eichkamp gehört habe, sind sie in den letzten Wochen wieder zu einem massiven Problem geworden. Inzwischen dürfte es wohl kaum noch einen Garten in unserer Siedlung geben, der nicht schon davon betroffen war. Leider ist dieses Problem nicht kurzfristig und schon gar nicht durch isolierte Maßnahmen in Eichkamp zu lösen, weil der Bestand viel zu hoch ist und dies – wie Sie z.B. der neuesten Ausgabe der Zeitschrift GEO entnehmen können – bundesweit. Dies hat viele Ursachen, die hier zu erläutern zu weit ginge. Eine der Ursache liegt sicher auch darin, daß nicht rechtzeitig auf die erhebliche Bestandszunahme durch jagdliche Maßnahmen reagiert wurde.  Jetzt aber wird offensichtlich gehandelt. Aufgrund eines Schreibens an die Stadträtin Frau Schmiedhofer teillte mir das Forstamt Grunewald mit, daß seit dem 1.4.02 in seinem Bereich bereits 475 Wildschweine erlegt wurden; lt. einer  Notiz in der BERLINER ZEITUNG vor wenigen Tagen sind es in ganz Berlin inzwischen über 1.000 Tiere.

Natürlich ist das Jagen im Grunewald, der nahezu ununterbrochen von Spaziergängern belebt ist und insbesondere innerhalb der Siedlung sehr schwierig. In Zehlendorf sollen aber inzwischen „Stadtjäger“ tätig sein, die auch in den Siedlungsgebieten jagen dürfen. Obwohl also offenbar auf die Schäden durch Wildschweine reagiert wird, sollten Sie, wenn Sie wieder einmal betroffen sind, beim Forstamt Grunewald (89 53 81–0) und/oder bei der Stadträtin Frau Schmiedhofer: (9029-12700) anrufen und Abhilfe fordern.

Um nicht ganz tatenlos zusehen zu müssen, wie die Wildschweine die Gärten beschädigen, können wir aber auch selbst schon etwas tun:

Leider gibt es noch immer Unvernünftige auch hier in der Siedlung, die die Wildschweine anlocken, indem sie sie füttern. Das ist nicht nur unsinnig und überflüssig – der große Tierbestand zeigt, daß die Tiere reichlich Nahrung finden und sich deshalb massiv vermehren können, mit Tierliebe hat das Füttern also überhaupt nichts zu tun – , sondern stellt auch eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit hohen Geldbußen belegt werden kann, wie ich früher schon einmal mitgeteilt habe. Unterlassen Sie also das Füttern und machen Sie Mitbewohner, die Sie beim Füttern beobachten, nachdrücklich auf ihr falsches Tun aufmerksam und machen Sie ihnen klar, welchem Schaden sie mit ihrem Tun Vorschub leisten. Eine Art von Fütterung stellt auch das Abladen von  Gartenabfällen dar (abgesehen davon, daß es die Waldränder auch nicht gerade schmückt).

Ein weiterer Apell lautet: Überprüfen Sie Ihre Zäune und schließen Sie ggf. Schlupflöcher und halten Sie auch tagsüber Ihre Gartentüren und –tore geschlossen, da die Wildschweine auch am hellichten Tag durch Eichkamp spazieren.

Ob es - wie ich schon mehrfach gefragt wurde - eine Möglichkeit gibt, für die durch die Wildschweine entstehenden Schäden Ersatzansprüche geltend zu machen und durchzusetzen, erscheint eher fraglich, aber wir versuchen, auf diese Frage eine verbindliche Antwort zu bekommen und werden Sie darüber zu gegebener Zeit informieren.

Aktuell: Zur Ansicht die Briefe des Siedlervereins an den regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Herrn Stadtrat Gröhler

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